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Zukunft im Bestand

Forschungsvorhaben „Zukunft im Bestand“

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Interpretation der Vorgaben:

(Zitate in „kursiv“).

Situation in Markdorf:

Das Bischofschloss (B’Schloss) ist das herausragende Wahrzeichen für Markdorf. Es liegt seit dem Bürgerentscheid im Dezember 2018 ohne Nutzung brach und kostet ca. 50 T€ pro Jahr Unterhalt. Es entstand der Eindruck, dass das Thema wohl noch einige Zeit nicht angefasst werden sollte.

Trotz oder wegen dieser Situation wurden verschiedentlich Vorschläge für Nutzungskonzepte vorgetragen, zuletzt im August 2020 von der Initiative Bischofschloss (Südkurier vom 15. August 2020).

Der Bürgermeister spricht sich offen für die Suche nach einem Investoren- und Betreibermodell aus (Südkurier vom 10. September 2020). Bei der derzeitigen Haushaltslage sieht er allerdings keine Möglichkeit, in den nächsten 10 Jahren eine Realisierung allein zu schaffen.

Umso überraschender nun diese Studie. Wer den Antrag auf Teilnahme mit dem Markdorfer B’Schloss gestellt hat, konnte nicht festgestellt werden. Wie auch immer: Das B’Schloss wurde als eines von sechs bundesweit untersuchten historischen Gebäuden für eine weitere Evaluierung ausgewählt und bekommt damit eine neue Dynamik.

Aus den Daten des Statistischen Landesamts geht auch hervor, dass sich der Anteil der über 65-Jährigen in Markdorf deutlich verstärken wird. Dies könnte bedeuten, dass sich der Betreuungsaufwand für ältere Mitbürger erhöhen wird. Wir erinnern uns in diesem Zusammenhang an das Angebot der „Stiftung Libenau“, am Rathausareal zu investieren. Diese Initiative könnte im Sinne einer Erweiterung des Geländes „Spitalstraße“ weiterverfolgt werden.

Neuerdings kommt eine Diskussion über das Bischofsschloss (B’Schloss) in Markdorf auf. Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBSR) hat ein Forschungsprogramm unter dem Titel „Zukunft im Bestand“ aufgelegt. Dieses Forschungsvorhaben wurde im Januar 2018 gestartet. Projektleitung: Frau Nicole Halder-Hass, Frau Jutta Fuchs.

https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/forschung/programme/staedtebaufoerderung/Forschungsprogramme/StaedtebaulicherDenkmalschutz/Projekte/zukunft-bestand/01-start.html
  • „…Ziel ist es, praktische Erkenntnisse mit einer hohen Übertragbarkeit auf andere historische Schlüsselgebäude zu gewinnen…
  • „…konkreten Entwicklung von Förderperspektiven für ausgewählte Modellprojekte…“
  • „…Schlüsselgebäuden mit dringlichem Handlungsbedarf…“
  • „…Ländern, die dem Bund Vorschläge zu Modellprojekten unterbreiten…“
  • „…Für die umzusetzenden Modellprojekte sollen Entwicklungskonzepte für historische Schlüsselgebäude mit dringlichem Handlungsbedarf im Hinblick auf eine Quartiersperspektive untersucht werden…“
  • „…In den ausgewählten Modellprojekten erarbeitet das Forschungsteam deshalb für das jeweilige Schlüsselgebäude eine Machbarkeitsstudie.“

Das Konzept in sechs Teilschritten(Phasen)

Erster Schritt: Recherche historisch wertvolle Schlüsselgebäude.

Literatur- und Internet-Recherche führt zu 20 ausgewählten Praxisbeispielen (alle aus Städteauförderprogrammen).

Kriterien:

  • Substanzerhalt
  • Fördermitteleinsatz
  • Kommunales Handeln
  • Akteurseinbindung
  • Nutzungskonzept
  • Quartiersentwicklung

2. Schritt: Auswahl sechs umzusetzender Modellprojekte

„…erfolgt in einer Expertenrunde…“

Eines der ausgewählten sechs Projekte / historischen Gebäude ist das Bischofschloss in Markdorf.

3. Schritt: Begleitung der Modellprojekte

Federführend für die Konzepterarbeitung ist die Firma complan GmbH, Potsdam. Projektleiterin: Frau Nicola Halder-Hass.

Auszug aus einer Mail der complan GmbH vom 18. Januar 2021:

Ein Modellvorhaben ist das Bischofsschloss in Markdorf.“ (Dieses Gebäude wurde durch empirische Recherchen im Internet in dieses Programm aufgenommen.)

Letzte Woche war der Programmstart“ (also im frühen Januar 2021).

Zieldes Forschungsvorhabens ist die Gewinnung von praktischen Erkenntnissen mit einer hohen Übertragbarkeit. Damit sollen die städtebauliche Funktion von Schlüsselgebäuden, Möglichkeiten der Unterstützung, u. a. durch die Städtebauförderung, konkrete Entwicklungs- und Förderperspektiven sowie die Bedeutung historischer Schlüsselgebäude für die Entwicklung einzelner Städte bzw. Stadtquartiere sichtbar gemacht werden.

Erarbeitung von Machbarkeitsstudien. Die Prozesse werden vor Ort wissenschaftlich begleitet durch die Firma StadtLandPlan GmbH, Stuttgart. Geschäftsführer: Herr Gustke. Ein erster Termin einer neu gebildeten Arbeitsgruppe fand am 3. Februar 2021 statt.

Mitglieder der Arbeitsgruppe:

  • Bürgermeister Riedmann.
  • Baudezernent Schlegel
  • Finanzreferat Lissner
  • UG: Stadtrat Mutschler
  • CDU: Stadträtin Mock
  • FW: Stadtrat Bitzenhofer
  • SPD: Stadtrat Achilles
  • FDP: Stadtrat Haas
  • Gruppe Gegen Verwaltung im B’Schloss: Herr Sondermann
  • Gruppe für Verwaltung im B’Schloss: Herr Beck
  • zugeschaltet (digital): Frau Halder-Hass, complan GmbH
  • zugeschaltet (digital): Frau Fuchs, BBSR (tbc)

Der nächste Termin ist für den 17. Februar 2021 geplant.

Nach Vorliegen der Konzepte durch die Kommunen (dem Vernehmen nach im April/Mai 2021 Bericht) ist für ausgewählte Nutzungen der nächste Schritt geplant.

4. Schritt: Erfahrungsaustausch zwischen den Modellprojekten

Eintägige fachöffentliche Erfahrungswerkstatt in einer der beteiligten Kommunen. Vorstellung der Zwischenergebnisse.

5. Schritt: Fachöffentliche Abschlussveranstaltung

Handlungsbedarf und Handlungsempfehlungen.

6. Schritt: Zusammenführung der Ergebnisse und Auswertung

…dokumentiert Handlungsempfehlungen auf Ebene des Bundes, der Länder und der Kommunen…“

Wir werden auch diesem Thema erhöhte Aufmerksamkeit zuwenden.

Veröffentlicht in Themen Markdorf Zukunft Markdorf

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